Referent zur Tagung "Christen in der Politik"

Referent zur Tagung „Christen in der Politik“

Am 9. und 10. September nehme ich an der Tagung "Christen in der Politik" als Referent teil.

Im Folgenden das Programm:

ZWISCHEN KOMPROMISS UND KOMPROMITTIERUNG

Mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen, heißt es. Und doch motiviert der christliche Glaube Menschen, sich zu engagieren.

Christen in der Politik: Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist ohne sie nicht denkbar. Vom ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss über Gustav Heinemann und Richard von Weizsäcker, über Roman Herzog und Johannes Rau bis zum amtierenden Präsidenten Joachim Gauck ist eine christliche Prägung des Amtes über weite Strecken sichtbar. Im Blick auf die Bundeskanzler lässt sich dies ebenfalls konstatieren: Vom römisch-katholischen „Gründungs“-Kanzler Konrad Adenauer bis hin zur evangelischen Bundeskanzlerin, der Pastorentochter Angela Merkel, haben Christen auch dem politisch wichtigsten Amt der deutschen Demokratie ihren Stempel aufgedrückt.

Christinnen und Christen engagieren sich in allen Parteien – in der Bundes- und Landespolitik sowie auf der kommunalen Ebene. Sie bekennen sich zu ihrer Verantwortung für das Gemeinwesen und legen christliche Grundwerte ihrem politischen Handeln zugrunde, denn christliche Ethik ist keine Privatangelegenheit. Dennoch hat unsere Verfassung die Trennung von Kirche und Staat fest verankert. Und doch gleichzeitig hohes Interesse an der freien Entfaltung der Religion, um Demokratie in kritischer Solidarität mitzugestalten.

Christlich motivierte Politikerinnen und Politiker orientieren sich in ihrem Handeln am Gemeinwohl und nicht an partikularen Interessen. Was heißt das konkret? Entstehen Konflikte mit dem Neutralitätsgebot des Staates? Welche Erfahrungen gibt es in der Praxis? Wo stößt das „C“ in der aktuellen politischen Lage an seine Grenzen? Wie lässt sich die Gratwanderung zwischen Kompromiss und Kompromittierung auf der Basis unserer verfassungsmäßigen Ordnung gestalten? Was ermutigt junge Politikerinnen und Politiker, sich explizit als Christinnen und Christen politisch zu engagieren? Welche Perspektiven zeichnen sich für die Zukunft ab?

Referierende
Dr. Günther Beckstein, Innenminister a. D. und Ministerpräsident a.D. des Freistaates Bayern, Nürnberg
Alexander Eiber, Landesvorsitzender des RCDS in Bayern e. V., München
Petra L. Guttenberger MdL, Stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Verfassung, Recht und Parlamentsfragen des Bayerischen Landtags, Nürnberg
Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, Professor für Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, Mitglied des Deutschen Ethikrates, Berlin
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Maier, Politikwissenschaftler und Publizist, Kultusminister a. D. des Freistaates Bayern, ehem. Leiter des Guardini-Lehrstuhls für Christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie an der LMU München
Kathi Petersen MdL, Mitglied des Bayerischen Landtags (SPD), Schweinfurt
Florian Schiffbauer, Studierendenrat Evangelische Theologie (SETh), Leitendes Gremium, München
Prof. Dr. Klaus Tanner, Ordinarius für Systematische Theologie und Ethik an der Universität Heidelberg, Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission der Bundesregierung für Stammzellforschung, Wissenschaftlicher Leiter der interdisziplinären Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg (FEST)
Julian Zuber, Mitglied des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg für Bündnis 90/Die Grünen, Integrationsbeauftragter, München

 

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